Montag, 31. Oktober 2016

Mirador 01 - Bluescreen von Dan Wells

Dan Wells
Mirador 01 - Bluescreen
Piper Verlag
Preis für TB/E-Book: 12,99€/9,99€
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Die Geschichte spielt im Jahr 2050.
Marisa lebt in Los Angeles, zusammen mit ihren jüngeren Geschwistern und ihren Eltern, die ein eigenes Restaurant führen. Ihr Viertel Mirador gehört nicht gerade zu den angesehensten in LA, aber sie führen ein gutes Leben. Sie selbst ist auch viel in der virtuellen Welt unterwegs, wo sie mit ihren Freundinnen Sahara und Anja gemeinsam als Team an virtuellen taktischen Kampfspielen teilnimmt. Mit ihrem Djinni - einem Implantat im Kopf, mit dem man 24 Stunden am Tag online ist und das heutzutage fast jeder hat - sind solche Dinge kein Problem. Aber dann muss Marisa genau diese Technik plötzlich in Frage stellen, als eine Droge in Umlauf gerät, die ihrer Meinung nach die Kontrolle über diese Implantate übernimmt und dadurch die Menschen zu willenlosen Opfern macht. Marisa muss etwas unternehmen, doch dadurch gerät nicht nur sie selbst in Gefahr, denn die Verschwörung ist so viel größer als anfangs gedacht.

Mit "Bluescreen" wagt Dan Wells sich mal wieder in ein neues Genre und liefert den Auftakt zur "Mirador"-Serie, die uns ein Zukunftsszenario zeigt, das gar nicht mal so unrealistisch ist und aufzeigt, wie gefährlich solch technische Möglichkeiten auch sein können.
Viele der Techniken, die der Autor hier einbindet, gibt es bereits heute. Sei es nun die Sammlung von Daten für personalisierte Werbung oder die Möglichkeit sich online mit anderen Menschen auszutauschen. Klar, diese Dinge im Roman besitzen eine andere Dimension, denn durch das Implantat sind solche Dinge direkt mit dem Gehirn verknüpft, aber es fällt einem nicht schwer, die Prinzipien zu verstehen.
Neben diesen Science-Fiction-Elementen spielen aber vor allem auch die Themen Freundschaft, Wissbegier und Heldenmut eine große Rolle. Ohne ihre Freundin würde Protagonistin Marisa niemals so weit kommen, sie sind ein ganz wichtiger Faktor und mir hat es gut gefallen, dass da auch viel Wert drauf gelegt wird.
Das gewisse Etwas fehlte mir allerdings und da ich kein Spanisch spreche, die Protagonisten aber öfter mal auf Spanisch flucht etc., habe ich leider nicht alles verstanden, auch wenn es nur ab und zu mal ein Satz war.
Insgesamt ist es ein actionreicher Roman, der mir gut gefallen hat und ich bin schon sehr gespannt auf die Fortsetzung, die hoffentlich nicht allzu lange auf sich warten lässt. 

4 von 5 Bäumchen

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