Donnerstag, 5. Mai 2016

Hope & Despair 01 - Hoffnungsschatten von Carina Mueller

Carina Mueller
Hope & Despair 01 - Hoffnungsschatten 
Impress
Preis für TB/E-Book: 12,99€/3,99€

Zum Inhalt:
Vor einigen Jahren musste ein Ufo mit Außerirdischen an Bord notlanden. Die Regierung verhalf ihnen, alles zu vertuschen und schickte sie sicher wieder auf ihren Heimatplaneten. Um ihnen für diese Mühen zu danken, sanden sie ihnen 12 Babys zu -  Senserianer.
Diese hatten die Gabe, sofern ausreichend und richtig trainiert, mit ihren Fähigkeiten (Pros und Impros), die menschlichen Gefühle zu beeinflussen.
Trainiert werden sollten lediglich die Pros – das bedeutet die Verstärkung der positiven Gefühle der Menschen, wie Hoffnung, Ehrlichkeit, Loyalität usw.
Doch von den 12 Babys wobei 6 von ihnen Mädchen und 6 Jungen waren, wurden letztere schon in frühster Kindheit entführt.
Alle Versuche sie wieder zu finden und zu retten misslangen bisher und so passierte es, dass die Improbas entstanden. Diese Verstärken nun alles Böse im Menschen -  Hass, Lügen, Missgunst, Verrat etc.


Ein Kampf zum Wohle der Menschheit entbrennt, da die Improbas immer stärker werden und Kriege und Intrigen in der Welt der Menschen auslösen. Nur die Probas können dies verhindern – doch wie, wenn die Improbas ihnen dicht auf den Fersen sind?

Meine Meinung:
Mich sprach der Inhalt und vor allem dieses wunderschöne Cover auf Anhieb an, sodass dies das erste Buch von dem LLC - Wochenende wurde, was ich lesen wollte. 
Der Einstieg ins Buch viel ganz leicht, durch die abwechselnden Perspektiven der beiden Protagonisten (Hope & Despair) erhielt man sofort ein gutes Bild rund um die Gefühlslage des jeweils anderen. Despair hatte es nie leicht in seinem Leben, wurde immerzu bestraft und kennt gar nichts anderes als Gewalt, Verachtung und Hass. Hope dagegen wurde mit viel Fürsorge und Liebe im Kreise ihrer fünf Schwestern etwas überbehütet (was ihr nicht so passt) aufgezogen.  Bei Hope bemerkt man sofort, dass ihr Pro - die Hoffnung - besonders stark ausgeprägt ist - viele Dinge sieht sie in einem anderen Blickwinkel, beurteilt Menschen nicht nach dem was sie machen, sondern nach dem, wie sie wirklich sind. Sie hat weder Angst vor den Improbas noch sorgt sie sich so recht um ihr Leben. Stellenweise kam sie mir wirklich sehr leichtsinnig vor, was möglicherweise aber auch an ihrem Alter liegen mag. 
Despair hingegen merkt man sein Impro, die Hoffnungslosigkeit, schon an, jedoch deutlich schwächer als bei seinen Brüdern oder - wie eben gesagt - bei seiner Schwester. Es scheint eher so, als wäre er durch viel Gewalt dazu gezwungen worden, innerlich ist er noch nicht gebrochen. Seine Art gefiel mir besonders gut - insbesondere, da die Autorin gut darstellte, dass die Hoffnung bei ihm noch nicht völlig aufzugeben ist...

Fazit:
Der flüssige Schreibstil bewirkte, dass ich in dieses Buch eintauchte und erst nach der letzen gelesenen Seite wieder auftauchte.
Eine Kritik haben ich dann aber noch, da es mir stellenweise wirklich viel zu brutal war, was sich in den Kellern der Improbas so abspielte. Dies bescherte mir echt ein gruseliges Kopfkino, was einerseits als Pluspunkt für den realitätsnahen Schreibstil der Autorin gelten kann, auf der anderer Seits denke ich aber, dass es als Jugendbuch doch mit einer etwas weniger ausfälligen Sprache und stellenweise weniger brutal zugehen könnte.

4 von 5 Bäumchen

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