Mittwoch, 4. Mai 2016

Die Farben des Blutes 01 - Die rote Königin von Victoria Aveyard

Victoria Aveyard
Die Farben des Blutes 01 - Die rote Königin
Carlsen Verlag
Preis für HC/E-Book: 19,99€/14,99€
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Mare Barrow hat es nicht leicht im Leben. Sie gehört zu den "Roten", den Menschen zweiter Klasse, und steht kurz davor in den Krieg geschickt zu werden, wo sie nichts weiter darstellt als Kanonenfutter. Doch sie kann ihrem Schicksal nicht entfliehen, bis sie durch die Hilfe eines Fremden einen Job im Haus der Königsfamilie bekommt. Hier herrschen die Silbernen, Menschen mit speziellen Fähigkeiten, wie Kontrolle über Feuer, Wasser oder auch Gedanken. Mare verachtet die Silbernen, doch es wird alles noch viel schlimmer, als sich plötzlich bei ihr solch eine spezielle Fähigkeit zeigt. Mare ist völlig überfordert, doch dem Königshaus ist klar, dass sie dieses Mädchen für sich nutzen müssen und sie vielleicht das Mittel darstellt, um die aufkommende Revolution zu unterdrücken. Damit steht Mare nicht nur zwischen den Gesellschaften, sondern bald auch schon zwischen den beiden Prinzen Cal und Maven.

Dies ist der erste Teil der "Die Farben des Blutes"-Serie von Victoria Aveyard und stellt den Beginn einer Fantasy-Dystopie dar, bei der die junge Mare zwischen die Fronten gerät.
Der Anfang des Buches ist ein bisschen langatmig und ich habe mich etwas schwer getan, da man erstmal Mares Alltag und die allgemeine Lebenssituation der Roten kennenlernt. Da war einfach noch kein roter Faden erkennbar, wohin die Handlung führen soll, aber nachdem Mare im Schloss anfängt, hat mich die Story gepackt.
Mare wird in eine ihr völlig fremde Welt des Luxus geworfen, in der Macht alles bedeutet und jede Menge Intrigen geschmiedet werden. Sie kann niemandem trauen, muss sich sogar als jemand ganz anderes ausgeben, um überhaupt zu überleben. Sollte die Wahrheit ans Licht kommen, wäre ihr Leben in Gefahr.
All diese Eindrücke, die auf das rote Mädchen einprasseln, sind wirklich gut dargestellt und man kann sich gut in ihre Situation hineinversetzen, mit ihr mitfiebern und mitleiden.
Es wird wirklich spannend. Mare ist ein sehr starker Charakter, auch wenn sie noch auf dem Weg ist, sich selbst zu finden, weiß sie ganz genau, was sie will. Um ihre Ziele durchzusetzen riskiert sie viel, was immer wieder für Herzklopfen sorgt.
Dazu kommen noch die Gefühle, die sie nach und nach für die beiden so unterschiedlichen Prinzen entwickelt, die beide auf ihre Weise für ihre Ideale kämpfen.
Das Ende hat mich überrascht - und doch auch wieder nicht, es ist schwer zu beschreiben, aber es hat auf jeden Fall überzeugt.
Trotz anfänglicher Schwächen also ein fesselnder Roman, dessen dystopischer Grundgedanke sehr gut zur Geltung kommt.

4 von 5 Bäumchen

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