Donnerstag, 14. April 2016

Broken - Der Moment, in dem du fällst von Tabitha Suzuma

Tabitha Suzuma
Broken - Der Moment, in dem du fällst
Oetinger Verlag
Preis für HC/E-Book: 17,99€/13,99€
Hier geht's zum Buch

Mathéo ist einer der besten Turmspringer Englands und die große Hoffnung für die olympischen Spiele in einem Jahr. Auch er selbst strebt dieses Ziel an, doch dann erschüttert ein Ereignis seine heile Welt. Ein Ereignis, so schrecklich, dass er sich nicht mehr daran erinnern kann, aber es hat ihn verändert. Nichts ist mehr, wie es mal war und Mathéo stürzt in ein großes Loch, aus dem ihn niemand wieder herausholen kann. Nicht einmal seine Freundin Lola, die er von Herzen liebt, kann ihn dort herausholen, auch wenn er verzweifelt darum kämpft sie nicht zu verlieren. Langsam kommen die Erinnerungen wieder zurück, doch Mathéo will sie verdrängen, denn es würde alles nur noch schlimmer machen.



Dieser Jugendroman von Tabitha Suzuma ist nichts für schwache Nerven. Nicht unbedingt, weil es so spannend ist und man unbedingt wissen möchte, was mit Mathéo passiert ist, sondern vor allem wegen der bedrückenden Stimmung, die die Autorin hier schafft. 
Der Roman ist aus der Sicht von Mathéo geschrieben und man erhält so gute Einblicke in seine Gedanken und seine Psyche, dass man sich total in ihm hineinversetzen kann und seine Verzweiflung, seine Ängste und seine Hilflosigkeit sehr gut nachvollziehen kann.
Selbst jetzt, wenn ich nur daran denke, fühle ich mich angespannt und bedrückt.
Auch die Freunde von Mathéo, allen voran Lola, sind in diesem Buch gut dargestellt und man merkt, wie sie ihm helfen wollen und wie hilflos sie doch gleichzeitig sind, weil sie nicht wissen, was überhaupt mit ihm los ist.

Gefühlsmäßig hat mich das Buch also vollkommen mitgerissen, aber ich war beim Lesen auch irgendwann genervt, weil man nicht (bzw. erst sehr spät) erfährt, was wirklich geschehen ist. Ja, man kann es irgendwann erraten, es gibt Anzeichen, und ich kann es auch verstehen, dass er es niemandem erzählt, aber er gesteht es sich auch selbst erst sehr sehr spät ein und will die Erinnerungen lieber verdrängen als zu verarbeiten.
Das Ende fand ich unerwartet und es kam mir persönlich dann ein wenig übertrieben vor diese Reaktion, aber andererseits passt es auch.

4 von 5 Bäumchen

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen