Sonntag, 27. März 2016

Und Gott sprach: Wir müssen reden! von Hans Rath

Titel: Und Gott sprach: Wir müssen reden!
Autor: Hans Rath
Verlag: rowohlt
Preis für TB + E-Book: 8,99€
Hier geht's zum Buch!

Inhalt:
Dr. Jakob Jakobi ist gescheiterter Psychotherapeut, gescheiterter Ehemann und gescheiterter Sohn. Als dann noch der neue Freund seiner Ex-Frau ihm die Nase grün und blau schlägt und er sich im Krankenhaus wiederfindet, wo ihm ein abhängiger Arzt versucht die Schmerztabletten abzuluchsen, da kommt es ihm fast recht einen weiteren Irren kennenzulernen, der sich prompt bei ihm in Therapie begeben will, aufgrund nicht ganz irdischer Probleme: Gott. Hier allerdings in Form von Abel Baumann, der allerdings sehr menschlich aussieht.
Jakob weiß nicht recht, was er von seinem neuen Patienten halten soll. Ist Abel/Gott einfach nur gestört, leidet er an einer sehr komplizierten Persönlichkeitsstörung oder - und das mag er sich gar nicht vorstellen - ist dies wirklich Gott höchstpersönlich? Der hat nämlich das kleine Problem, dass er irgendwie so ein bisschen in Abels Körper gefangen ist, seine Stärke nicht mehr das ist, was sie einst war und ohnehin immer weniger Menschen an ihn glauben. Das macht auch einem Gott mal zu schaffen. Und ach ja, sein unehelicher Sohn Christian will keinen Kontakt zu ihm, seine Mutter Maria lässt sich regelmäßig von anderen Männern schwängern und Marias Mann Josef sieht dabei einfach nur zu. 
In was ist Jakob da nur hineingeraten? Was soll er glauben, wo er doch so gar nicht gläubig ist?

Meinung:
Mir wurde das Buch wärmstens von einer Freundin empfohlen und als ich es dann so unschuldig auf dem Grabbeltisch rumliegen sah, musste ich einfach zugreifen. 
Jakob ist teilweise wirklich einfach nur zu bemitleiden und nicht als Therapeut ernst zu nehmen - geschweige denn als gestandener Mann. Und so fragt man sich des Öfteren, warum Abel/Gott nun gerade ihn ausgewählt hat, gibt es doch so viele andere gute Therapeuten. Aber vielleicht gerade deswegen, weil Jakob es selbst nicht leicht hat und nur an sich zweifelt. 
Ich fand die beiden Personen köstlich. Es war ein leichter, lockerer Roman, der zum Ende hin immer ernster wurde und zum Nachdenken anregte. Man weiß bis zum Schluss nicht, was wahr ist und was nicht, aber darum geht es auch gar nicht. Vielmehr geht es um das.. "Mehr". Was kommt noch? Was war schon? Was passiert eigentlich mit den ganzen Seelen? Wo hört der Himmel auf? Wie sähe eine Welt ohne mich aus? Was wäre da anders?
Anfangs noch erheiternd und zum Schluss wirklich grübelnd musste ich das Buch einfach schnell durchlesen und hab zum Ende hin tatsächlich 1 oder 2 Tränen verdrückt. Aber verratet das bitte keinem. 
Mir hat's wirklich gut gefallen. Locker leichter Schreibstil, süße Botschaft.

5 von 5 Bäumchen.

Eure Träumerin.


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen