Mittwoch, 13. Januar 2016

Ich bin dann mal weg

Kinostart war der 24. Dezember 2015

Inhalt:
Für diejenigen, die von dem Buch noch nie gehört haben: Hape Kerkeling, Entertainer mit ganzem Herzen ist ausgebrannt. Er hat zugenommen und sein Herz macht nicht mehr das, was er will. Und so nimmt er sich eine Auszeit. Eine lange Auszeit. Genau genommen eine 791 km lange Auszeit: Er will auf dem Jakobsweg pilgern. Glaubt er eigentlich an Gott? Und was ist überhaupt sein Ziel? Welcher Frage will er dabei nachgehen? Auf seinem Weg ans Ziel trifft er die verschiedensten Menschen mit den verschiedensten Problemen. Er selbst weiß aber noch nicht so ganz genau, wo eigentlich sein Problem ist. Und so wandert er und wandert und trifft doch jeden Tag nur sich selbst. Er zweifelt, lacht und weint. Das soll wohl jedem Pilger mal passieren und das ist auch gut so. 

Meinung:
Ich hab das Buch leider nie zu Ende gelesen, aber mir wurde gesagt, dass der Film tatsächlich sehr nah an der Vorlage ist. 
Ich fand ihn anfangs sehr komisch, als noch das komödiantische Talent von Hape durchkommt und er das Ganze noch nicht so ernst zu nehmen scheint. Aber im Laufe des Films wächst mir die Person Hans-Peter sehr ans Herz und mit ihm auch seine Fragen, Zweifel und Probleme, wodurch man schließlich gar nicht mehr den prominenten Idioten in ihm sieht, der den Jakobsweg entlangläuft, sondern einen Kerl, der nicht mehr kann, der mit sich selbst nicht mehr im Reinen steht - ein ganz normaler Mann, mit ganz normalen Problemen. 
Den Schauspieler Devid Striesow kannte ich vorher nicht, aber fand ich überraschend genial besetzt. Wenn man Hape kennt, so hat man ihn auch in Devid gut wiedererkennen können. Nicht nur in Mimik und Gestik, sondern sogar in seiner Stimme und seinem Lachen. Sehr gut gecastet. 
Tatsächlich muss ich zugestehen, dass ich nicht soo viel von dem Film erwartet habe, ihn aber dann unerwartet gut fand. Humorvoll, klar, aber trotzdem teilweise auch emotional und tiefsinnig. 
Die Frage nach Gott lass ich einfach ganz außen vor, aber trotzdem könnte ich mir nach dem Film so eine Auszeit auch einmal vorstellen. Ganz für mich, ohne Handy und so'n Mist - auf 791 km. Das wäre doch mal was.
Alles in allem also ein netter deutscher Film, der das Buch gut aufgegriffen hat, mit guten Schauspielern besetzt war und ein All-Time-Thema anspricht.

4 von 5 Bäumchen. 

Eure Träumerin.


(Bild von http://www.cinemaxx.de/art/film/121058_poster_gross.jpg ♥)

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