Dienstag, 1. September 2015

Eisrose von Astrid Martini

Astrid Martini
Eisrose
Heyne
Preis für TB: 8,99€
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Info: Dieses Buch ist vorher bereits beim Plaisir d'Amour Verlag erschienen.

Leah Bendt besitzt zusammen mit ihrem Vater einen erfolgreich laufenden Club der besonderen Art, doch dank Fehlspekulationen benötigen sie nun jemanden, der sie finanziell unterstützt. Leah soll dafür sorgen, dass der Deal mit Dominik Winter reibungslos verläuft, doch er verlangt einen hohen Preis für seine Hilfe. Mit einem Trick lotst er die dominante Leah in sein Reich und verlangt von ihr, dass sie seine Sub wird und sich ihm unterwirft. Leah jedoch hat sich geschworen nie wieder jemandem so sehr zu vertrauen, aber Dominik ist eisern und sorgt mit seinen Strafen dafür, dass sie sich in ihrer Lust verliert und für die Sünden büßt, die ihr Vater begangen hat. Gleichzeitig rührt sich etwas in seiner Brust, von dem er schon vor Jahren geglaubt hat, dass es mit dem mysteriösen Selbstmord von Cathérine gestorben ist.

Dieser Erotikroman, der von Unterwerfung und Dominanz lebt, hat es in sich. Es knistert nur so vor erotischer Spannung, von der der Roman auch eindeutig getragen wird. Denn zwischen Leah und Dominik geht es heiß her, auch wenn beide Schwierigkeiten haben ihrer Leidenschaft nachzugeben, da in diesem Fall so viel mehr damit verbunden ist. Dominik wird vom Charakter her als sehr selbstbezogen, eigensinnig und eiskalt beschrieben und diese Art kann Leah so gar nicht leiden. Deshalb kann ich auch nicht ganz nachvollziehen, wie sie ihm schon bald so vertrauen und sich ihm als Sub hingeben kann. Sie lässt sich voll auf ihn ein, auch wenn sie nicht alles klaglos akzeptiert, was er fordert. Sie hat nicht einmal ein Safeword für den Notfall. Das finde ich sehr bedenklich. Dadurch konnten die beiden auch nicht voll bei mir punkten und ich blieb ihrem Verhalten gegenüber immer ein wenig skeptisch.
Trotzdem hat mir die Geschichte gut gefallen, da die prickelnden Empfindungen von Leah und ihre Zweifel im Punkt der Unterwerfung gut und nachvollziehbar dargestellt waren, auch wenn sie Dominik nie von ihren Ängsten erzählt. 
Nun aber noch kurz zum zweiten wichtigen Teil der Geschichte, der besonders am Anfang und am Ende sehr präsent ist: Dem (Selbst?)Mord von Cathérine.
Der Gedanke an diese Vorkommnisse ist immer im Hinterkopf, denn nach dem Prolog bleibt unweigerlich die Frage, wer hinter dieser Tat steckt. Dadurch wird eine gewisse Spannung aufgebaut, die sich durch die ein oder andere Andeutung noch steigert, auch wenn das Finale dann für mich recht vorhersehbar war - nicht in allen Einzelheiten, aber der grobe Rahmen.
Insgesamt also ein erotischer Roman, der seinen Namen durchaus verdient und zudem noch mit einem Hauch Spannung punktet.

4 von 5 Bäumchen


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