Montag, 20. Juli 2015

Whiplash

Kinostart war der 19.02.2015,
        für dich, Herr S. (bin tatsächlich 'n bisschen nervös!)

Inhalt: (Whiplash heißt übersetzt tatsächlich sowas wie Peitschenhieb)
Schon der Inhalt ist schwer zu beschreiben. Andrew Neiman träumt sein ganzes Leben schon davon ein berühmter Schlagzeuger zu werden, auf der Bühne zu stehen (naja, die sitzen ja eher) und Leute zu begeistern. Er ist so talentiert, dass er es auf das berühmteste und beste Musikkonservatorium von ganz New York schafft. Dort gibt er sein Bestes und wird eines Tages von dem gefürchteten Lehrer und Meister/Talentscout Terence Fletcher beobachtet, der ihn bloß stellt und schließlich ohne ein Wort stehen lässt. Andrew allerdings ist niemand, der sich so leicht unterkriegen lässt und übt fortan nur noch härter, bis er schließlich eine Einladung in die Exklusivklasse des Meisters erhält und auch dort schnell bloß gestellt wird, was aber leider nichts Neues ist und jeder der Schüler schon einmal durchgemacht hat. Er treibt seine Schüler und Untergebenen jedes Mal bis ans Äußerste, will das Beste aus ihnen herausholen und lässt sie miteinander konkurrieren in erbitterten Kämpfen um heiß begehrte Plätze in seiner Klasse. Mal ist Andrew nun der erste Schlagzeuger und an anderen Tagen muss er blutend den Raum verlassen (nicht, weil ihn jemand verprügelt hätte, sondern weil er so viele Stunden geübt hat, dass die Hölzer seines Schlagzeugs seine Hand aufgerieben haben). 
Der Schluss endet in einem großartigen Konzert, dirigiert natürlich vom Meister höchstpersönlich.

Meinung:
Ich weiß wirklich, wirklich nicht, was ich davon halten soll. Whiplash ist definitiv kein 0-8-15-Film, was sonst häufiger mal im Kino zu sehen ist. Er ist schockierend und brutal und psychotisch und geht da eher ans Herz, als an den Kopf. Ich kann mit Schlagzeug verblüffend wenig anfangen und konnte auch nie Unterschiede heraushören, ob Andrew jetzt mal wieder zu schnell oder zu langsam gespielt hat, aber die Leidenschaft hat mich sehr fasziniert. Ich würde niemals so weit gehen, mich von irgendeinem Hans erniedrigen zu lassen, aber vielleicht braucht er das, um überhaupt weiterkommen zu können.
Mich hat der Film ein wenig an die Machtstrukturen von "Die Welle" erinnert, da Fletcher auch selbst überhaupt keine Fehler bei sich sieht und nur die besten Ausreden für sein Handeln findet. Er möchte das Äußerste und das Beste aus seinen Zöglingen herausholen, nur sind das leider die schlechtesten Methoden überhaupt dafür.
Ich weiß nicht, ob ich überhaupt eine Bewertung vergeben möchte, aber..
Also..

3,5 von 5 Bäumchen, weil erschreckend, brutal und.. schwer zu beschreiben.

Eure Träumerin.


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(Bild von http://resizing.flixster.com/WWh3EuN9tSc9AxetxFbvDtfb0QA=/800x1185/dkpu1ddg7pbsk.cloudfront.net/movie/11/18/01/11180104_ori.jpg)


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